[Final-releases] Germany - Hands off ancient forests in Ecuador, Mr Clem

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[Final-releases] Germany - Hands off ancient forests in Ecuador, Mr Clement!



Presseerklärung vom 29. November 2001

             Hände weg von Urwäldern in Ecuador, Herr Clement!
  Greenpeace: Landeseigene WestLB muss Milliarden-Kredit für Pipeline-Bau
                               zurück nehmen

Düsseldorf,   29.   11.   2001   ?   Greenpeace   protestiert   heute   bei
NRW-Ministerpräsident  Wolfgang  Clement  (SPD)  in  Düsseldorf  gegen  den
Zwei-Milliarden-Kredit  der Westdeutschen Landesbank (WestLB) zum Bau einer
Öl-Pipeline   durch   den  Regenwald  Ecuadors.  Am  Morgen  kletterten  16
Aktivisten   auf  ein  Hochhaus  direkt  gegenüber  der  Staatskanzlei  und
entrollten  ein  30  mal  15  Meter  großes  Transparent mit der Aufschrift
"WestLB zerstört Urwälder! Rot-Grün macht mit. Geldhahn zu, Herr Clement!".
Greenpeace  fordert  den  Regierungschef  auf,  dafür  zu  sorgen, dass die
landeseigene WestLB den Milliarden-Kredit zurück nimmt. Nordrhein-Westfalen
ist mit 43 Prozent größter Anteilseigner der WestLB.

"Clement  muss  seine  Bank endlich zurück pfeifen und dem Pipeline-Bau den
Geldhahn  abdrehen.  Es  darf  einfach  nicht  sein, dass mit Geldern einer
öffentlichen   Bank   Urwälder   zerstört  werden",  sagt  Michaela  Braun,
Waldexpertin  bei  Greenpeace.  Die  Zeit  drängt: 12.000 Tonnen Rohre sind
bereits  in  Lago  Agrio  im  Osten  Ecuadors  am Rande des Amazonasbeckens
eingetroffen,   wo   der   Bau   der   Pipeline   beginnen  soll.  Für  die
Zufahrtsstraßen  zur  geplanten  Trasse  wurden  in schützenswerten Wäldern
bereits die ersten Bäume gefällt.

Die WestLB rechtfertigt die Finanzierung des Projektes damit, dass es unter
Einhaltung  der  Umweltstandards  der  Weltbank  durch  geführt würde. Eine
kürzlich  veröffentlichte Studie der Umweltorganisation Amazon Watch straft
die  WestLB  Lügen  und  zeigt  den  mehrfachen  Verstoß  gegen die ohnehin
schwachen Weltbankstandards durch das Pipeline-Projekt auf.

Die   Pipeline   wird   in  Ecuador  unwiederbringlich  einmalige  Urwälder
zerstören.  Durch  den  Bau  der Pipeline sind viele Tiere wie Kolibris und
Jaguare  in  ihrem  Lebensraum bedroht. Waldvölker würden heimatlos und die
vom  Ökotourismus  lebende Bevölkerung würde ihre Einnahmequellen einbüßen.
Dazu  kommt das Risiko von Ölunfällen und die dramatischen Auswirkungen des
steigenden Ölverbrauchs für das Klima.

"Dies   ist   nicht   das   erste   Mal,   dass   die   WestLB   ökologisch
verantwortungslose  Projekte  finanziert",  sagt  Michaela  Braun. Beispiel
eins:  Die  WestLB arrangierte mit 150 Millionen US-Dollar einen Kredit für
den  Bau  einer  Gas-Pipeline in Argentinien, der Ende 1999 fertig gestellt
wurde.   Dadurch   wurde   ein   Urwald  zerschnitten,  eines  der  wenigen
Rückzugsgebiete  des  stark  gefährdeten  Jaguars.  Beispiel  zwei:  An der
Finanzierung  der  seit  September 2000 im Bau befindlichen Öl-Pipeline vom
Tschad  an  die  Atlantik-Küste  Kameruns  ist  die WestLB mit 50 Millionen
US-Dollar-Kredit   beteiligt:   Hier  werden  nicht  nur  Küstenwälder  und
unberührte  Urwälder  in  Kamerun  zerstört,  sondern auch das Waldvolk der
Pygmäen vertrieben, die keinerlei Landrechte besitzen.


Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Michaela Braun, Tel. 0171-8580555,
oder  an  Pressesprecherin  Carmen Ulmen, Tel. 040-30618 344. Hier erhalten
Sie    auch   Informationen   zu   Fotos   und   Beta-Material.   Internet:
www.greenpeace.de/urwald

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