[Final-releases] Austria - US-Research proves danger caused by GE-condam

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[Final-releases] Austria - US-Research proves danger caused by GE-condamination



Presseaussendung
Donnerstag, 29. 11. 2001
Umwelt/Greenpeace/Gentechnik/Saatgut

US-Studie belegt Gefahr durch Gen-Verunreinigungen in Saatgut

Greenpeace-Kritik an Legalisierung von Gen-Verunreinigungen:
"Reinheitsgebot muss bleiben!"

Mexiko/Wien - Forscher der Universität Berkeley haben in Mexiko weit
entfernt von Gen-Mais-Anbaugebieten künstlich verändertes Erbgut in
traditionellen Maissorten gefunden. Das berichtet das britische Magazin
"Nature" in seiner jüngsten Ausgabe: Bis zu zehn Prozent der Maiskörner
waren gentechnisch verändert. "Die neue Studie belegt, dass sich
Eigenschaften von genmanipulierten Pflanzen weit massiver in der Umwelt
verbreiten, als bisher angenommen," erklärte dazu Thomas Fertl,
Gentechnik-Experte von Greenpeace. "Die von Minister Molterer geplante
Legalisierung von Gen-Verunreinigungen im Saatgut ist völlig
verantwortungslos. Das bisher geltende Reinheitsgebot muss aufrecht
bleiben. Der einzige Grenzwert, der zu verantworten ist, sind die Grenzen
der technischen Nachweisbarkeit."

Greenpeace sieht in den alarmierenden Forschungsergebnissen eine
Bestätigung der Forderung nach einem rigorosen Vorgehen gegen gentechnische
Verunreinigungen. Greenpeace hat letzte Woche Minister Molterer eine
Stellungnahme zur Saatgut-Gentechnik-Verordnung übermittelt. Die
Umweltschutzorganisation kritisiert darin vor allem, dass für
Gentech-Verunreinigungen in konventionellem Saatgut ein Toleranzwert von
0,5 Prozent gelten soll. "Der Toleranzwert wurde offensichtlich nach dem
Prinzip  so viel wie möglich  festgelegt", so Fertl, "dieser Ansatz ist
völlig inakzeptabel. Österreichs Konsumenten und auch die Bauern lehnen
Gentechnik in der Landwirtschaft und in Lebensmittel ab." Molterers
Toleranzwert von 0,5 Prozent ist ein "Geschenk an die Saatgutindustrie",
weil er bereits heute mühelos eingehalten wird. Kontrollen der
Österreichischen Saatgutbehörde haben heuer nur in 4 Prozent von 230
Mais-Proben Verunreinigungen über 0,1 Prozent nachgewiesen, in Raps-Saatgut
wurde keine einzige Verunreinigung nachgewiesen
.

Außerdem zeigt eine kürzlich von Greenpeace beim Markt- und
Meinungsforschungsinstitut ISMA in Auftrag gegebene Umfrage, dass auch die
meisten konventionellen Ackerbauern die Greenpeace-Kritik teilen: 69
Prozent der Befragten lehnen die Einführung eines Toleranzwerts von 0,5
Prozent ab, während nur 21 Prozent diese Maßnahme befürworten. 87 Prozent
stimmen der Forderung zu, dass nur Saatgut auf den Markt kommen soll, in
dem keine gentechnischen Verunreinigungen nachweisbar sind, ebenfalls 87
Prozent wollen, dass die Ursachen bekämpft werden, z. B. durch
Gentechnik-freie Zonen.

Weitere Informationen:
Axel Krotz, Pressesprecher, 01-5454580-33 oder 0664-240 70 75
Mag. Thomas Fertl, Gentechnik-Experte Greenpeace, 01-5454580-24 oder
0664-4904986
Die Stellungnahme und die ISMA-Meinungsumfrage stehen im Internet zur
Verfügung: http://www.greenpeace.at/umweltwissen/gentech/saatgut/index.htm


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Axel Krotz
Pressesprecher Greenpeace CEE Austria
tel.: ++43 1 545 45 80-33
mob.: ++43 664 240 70 75
fax.: ++43 1 545 45 88
http://www.greenpeace.at/news-media/

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