[Final-releases] PA Austria: Greenpeace demands harder import prohibitio

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[Final-releases] PA Austria: Greenpeace demands harder import prohibition for nuke andcoalenergy




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                                                      Greenpeace Österreich
                                              1050 Wien, Siebenbrunneng. 44
                                         Tel: 01-5454580-0, Fax: 01-5454588
                                                          www.greenpeace.at
Presseaussendung
Donnerstag, 29. November 2001
Umwelt/Greenpeace/ /Atomstrom

Greenpeace verlangt strengeres Importverbot für Atom- und Kohlestrom

       Länderliste der e-control muss um Schweiz und Polen erweitert werden

Wien  ?  Greenpeace begrüßt die heute kundgemachte Verordnung der e-control
zu   den   Stromimportverboten  nach  Österreich,  verlangt  aber  wichtige
Nachbesserungen.  "Atommüll  kann  nirgendwo auf der Welt auch nicht in der
Schweiz  "ordnungsgemäß entsorgt" werden und daher muss der Atomstromimport
aus  der  Schweiz  unterbunden werden", fordert Energieexperte Erwin Mayer.
Auch   für   Polen,  das  über  zahlreiche  nicht  dem  Stand  der  Technik
entsprechende  Kohlekraftwerke verfügt, verlangt Greenpeace ein Stromimport
nach Österreich.

Die   Bestimmung   im  österreichischen  Stromgesetz  ElWOG  untersagt  den
Stromimport  aus  Nicht-EWR-Staaten, wenn diese bestimmte Bedingungen nicht
erfüllen.  Somit  ist  auch  der  Stromimport  aus  der  Schweiz  auf seine
Umweltverträglichkeit   zu   überprüfen.   Das  Fehlen  eines  nachhaltigen
Entsorgungskonzepts für hochradioaktiven Atommüll in der Schweiz wird sogar
durch offizielle Aussagen von Vertretern der Atomindustrie untermauert. Das
Problem  der  Endlagerung  soll exportiert werden. So sagte Hans Achermann,
Geschäftsleitungsmitglied der Kernkraftwerk Leibstadt AG, auf die Frage, ob
die  Schweiz  hochradioaktive  Brennstoffe  zur  Entsorgung  nach  Russland
bringen  würde,  wörtlich: "Ich glaube, es ist sinnvoll und es ist auch von
der  schweizerischen Regierung schon an allerhöchster Stelle gesagt worden:
Ein ausländisches Lager ist absolut auch in Betracht zu ziehen."

Auch  aus  Polen  muss der Stromimport verboten werden, wenn die Verordnung
dem  Gesetz  entsprechend  sein  soll. Zahlreiche polnische Kohlekraftwerke
haben weder ausreichende Filtersysteme zur Reduktion von SO2 und Stickoxid,
noch  erreichen  sie die Energieeffizienz neuer, westlicher Kohlekraftwerke
und tragen daher übermäßig stark zu CO2-Emissionen bei.

Das  österreichische  Stromimportverbot  ist  beispielhaft  für  Europa und
sollte  auch  auf  europäischer  Ebene verankert werden um den europäischen
Strombinnenmarkt  vor  schmutzigen  Stromimporten zu schützen. "Österreichs
Regierungsvertreter  müssen  auf  EU-Ebene  und  bei  den WTO-Verhandlungen
darauf  drängen, dass Schutzbestimmungen weiterhin möglich bleiben und auch
von anderen Ländern übernommen werden können. Aufgrund des österreichischen
Beispiels  hat  bereits  in  Deutschland und Holland eine Diskussion um ein
Verbot von "schmutzigen" Strom eingesetzt.


Weitere Informationen:
MMag.    Franko   Petri,   Pressesprecher   Greenpeace   Österreich,   tel.
01-5454580-29 oder 0676-5147246
Mag. Erwin Mayer, Energie-Experte Greenpeace Österreich, tel. 01-5454580-48
oder 0664-2700441
Steffen   Nichtenberger,   Anti-Atom-Experte  Greenpeace  Österreich,  tel.
0699-11502360

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