[Final-releases] PA Austria: NPP Chernobyl will not be replaced

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[Final-releases] PA Austria: NPP Chernobyl will not be replaced




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www.greenpeace.at

                                                      Greenpeace Österreich
                                              1050 Wien, Siebenbrunneng. 44
                                         Tel: 01-5454580-0, Fax: 01-5454588
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Presseaussendung
Freitag, 30. November 2001
Greenpeace/Atom/Tschernobyl/K2R4


Greenpeace: AKW Tschernobyl wird nicht ersetzt!

                 Ukraine lässt umstrittenen Finanzdeal mit der EBRD platzen

Wien/Berlin - Greenpeace begrüßt die gestrige Entscheidung des ukrainischen
Präsidenten   Leonid   Kutschma,   den   internationalen   Finanzdeal   zur
Fertigstellung  zweier  Atomkraftwerke  in  der  Ukraine platzen zu lassen.
Diese  beiden Atomkraftwerke ? Khmelnitsky 2 und Rovno 4 - hätten die heuer
stillgelegten Reaktoren von Tschernobyl ersetzen sollen.

Präsident  Kutschma  erklärte  gestern  in Moskau, dass die Bedingungen für
einen   Kredit  der  EBRD,  der  Europäischen  Bank  für  Wiederaufbau  und
Entwicklung, inakzeptabel seien. Die EBRD ist das führende Institut bei der
Finanzierung   der   sogenannten  "K2R4"-Reaktoren.  Mit  dem  Platzen  der
Vereinbarung  ist  auch  die  EURATOM-Finanzierung  in  der  Höhe  von neun
Milliarden  Schilling  in  Frage  gestellt.  Die  EU-Kommission hatte diese
Gelder  erst  letztes  Jahr zugesichert. Greenpeace forderte die Kommission
heute  auf,  sich  offiziell  von  diesem  Projekt  zu  verabschieden.  Die
Entscheidung  der  Ukraine  ist  eine  Überraschung:  Die  EBRD wollte erst
gestern  die  umstrittene  Finanzhilfe  in  der  Höhe  von  3,3  Milliarden
Schilling endgültig beschließen.

"Zwei  höchst  gefährliche  Reaktorprojekte in einem Land mit alarmierender
Nuklear-Sicherheit  sind jetzt am Ende. Das sind wunderbare Nachrichten für
die  Ukraine, deren Nachbarn und den Rest der Welt", freut sich Greenpeace-
Atomexperte  Tobias  Münchmeyer.  "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für die
EBRD,  die  Richtung  zu  ändern.  Wir  müssen der Ukraine nun helfen, eine
nachhaltige Energieproduktion zu entwickeln."

Die  Ukraine  will  die K2R4-Reaktoren zwar auf jeden Fall mit finanzieller
und   technischer   Unterstützung  Russlands  fertig  stellen.  Trotz  groß
angekündigter Pläne ist Russland allerdings nicht einmal in der Lage, seine
eigenen  halbgebauten  Reaktoren  fertig zu stellen. Seit 1993 ist nur eine
Anlage (Rostov 1) in Betrieb gegangen.


Weitere Informationen:
Franko Petri, Pressesprecher Greenpeace Österreich, tel. 01-5454580-29 oder
0676-5147246
Jon Walter, Pressesprecher Greenpeace International, tel. +31 6 212 969 20
Tobias     Münchmeyer,    Atomexperte    Greenpeace    Deutschland,    tel.
0049-170-8666052

Josef Temmel
Greenpeace Austria
Media Assistent
(0043) 1 5454580-26

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